Intensivpflege

Intensivpflege wird benötigt, wenn Patienten in ihren Körperfunktionen intensiv überwacht oder unterstützt werden müssen. Wir bieten diese Leistung zu Hause an, damit die Patienten möglichst selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können.

1:1 Intensivpflege zu Hause

Was ist die 1:1 Intensivpflege?

Die ambulante Intensivpflege dient der Pflege von Menschen mit schwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Erkrankungen außerhalb einer Klinik. Diese Patienten werden entweder zu Hause, in einer betreuten Wohngemeinschaft oder in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut. Diese Möglichkeit der Intensivpflege folgt dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ und bietet eine Alternative zur stationären Behandlung. Die Pflege wird von examinierten Pflegefachkräften übernommen, die über eine zusätzliche Qualifikation in der Intensivpflege verfügen. Die Pflege ist rund um die Uhr verfügbar, um jederzeit handeln zu können und das Wohlergehen des Pflegebedürftigen sicherzustellen.

Diese Form der Pflege wird auch als „Beatmungspflege“ oder „24-Stunden-Pflege“ bezeichnet. Jedoch ist zu beachten, dass der Begriff „24-Stunden-Pflege“ heutzutage oft fälschlicherweise mit der 24-Stunden-Betreuung durch ausländische Kräfte in Verbindung gebracht wird anstatt mit der ambulanten Intensivpflege.

Was sind die Aufgaben?

Aufgabe des Intensivpflegedienstes ist es, Tag und Nacht die medizinische Überwachung zu gewährleisten. Bei Pflegebedürftigen kann es schnell zu gefährlichen oder gar lebensbedrohlichen Situationen kommen. Daher müssen die Fachkräfte in der Lage sein, schnell und effektiv auf jede Situation zu reagieren und ihren Patienten schnell zu helfen.



Unser Personal im Intensivpflegedienst ist auf die besondere Versorgung von Intensiv- und Beatmungspatienten spezialisiert. Diese Spezialisierung unterscheidet einen Intensivpflegedienst von einem ambulanten Pflegedienst. Unsere Intensivpflegekräfte verfügen über eine dreijährige Grundausbildung, die durch jährliche Fortbildungen und Zusatzqualifikationen ergänzt wird. Damit stellen wir sicher, dass die Pflegebedürftigen bestmöglich versorgt werden.



Zusätzlich zur Grundpflege umfasst das Aufgabengebiet eines Intensivpflegedienstes auch spezielle Leistungen, wie beispielsweise:

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Überwachung und Durchführung

Überwachung und Durchführung

Überwachung und Durchführung

Intensivpflegekräfte übernehmen die Dialyse, Schmerztherapie und Analgosedierung sowie die Bedienung medizinischer Analyse- und Überwachungsgeräte. Bei Diagnosen wie ALS, Tumorerkrankungen oder Hirnschäden sind speziell geschulte Intensivpflegekräfte unbedingt notwendig, um eine ganzheitliche Versorgung Ihres Angehörigen sicherzustellen.

Pflegefachkraft überwacht medizinische Geräte
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Absaugen von Trachealkanülen

Absaugen von Trachealkanülen

Absaugen von Trachealkanülen

Bei ineffizientem Hustenmechanismus, nicht ausreichender Schluckfähigkeit oder chronischer Atemnot wird eine Trachealkanüle gesetzt. Diese muss mehrmals täglich abgesaugt und gepflegt werden, um Infektionen und Schäden an der Haut vorzubeugen. Dabei muss eine sterile Umgebung herrschen. Die Intensivpflegekraft ist für den Umgang mit Trachealkanülen geschult.

Intensivpflegekraft bei der Versorgung eines Patienten
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Außerklinische Heimbeatmung

Außerklinische Heimbeatmung

Die Heimbeatmung ist wichtiger Bestandteil der außerklinischen Intensivpflege. Beatmungspflege erfolgt über eine Kehlkopfmaske (Larynxmaske), eine Trachealkanüle oder einem Beatmungstubus (Endotrachealtubus). Nicht-invasive Beatmung wird mithilfe einer Nasen- oder Gesichtsmaske durchgeführt. Die Trachealkanüle ist die am weitesten verbreitete Form der Heimbeatmung in der Intensivpflege.

Außerklinische Heimbeatmung

Das Modell Intensivpflege zuhause

Bei der Intensivpflege zu Hause ist eine Pflegefachkraft für einen Patienten zuständig, daher wird sie auch als 1:1 Intensivpflege bezeichnet. Pflege und Betreuung werden zu jeder Zeit mit Fachärzten und Angehörigen abgestimmt und erfolgen durch examinierte Fachkräfte.

Das 1:1 Verhältnis schafft Vertrauen zwischen Pflegekraft und Patient, aber auch zwischen Pflegekraft und Angehörigen. Das ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Intensivpflege in den eigenen vier Wänden. Die Pflege und die Betreuung erfolgen immer in einer engen Zusammenarbeit mit Fachärzten Ihres Angehörigen. Dadurch ist die klare Kommunikationsstruktur zwischen Ihnen als Angehörigen, den Intensivpflegefachkräften und den Ärzten gesichert und Sie sind zu jedem Zeitpunkt involviert und informiert.

Wer trägt die Kosten?

Bei der Intensivpflege zu Hause wird zwischen der medizinischen Pflege (Behandlungspflege), der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung unterschieden. Die außerklinische Intensivpflege umfasst die Pflege, Überwachung und Versorgung durch den Intensivpflegedienst. Sie wird von der Krankenkasse übernommen, wenn sie ärztlich verordnet wurde.

Seit dem Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) ist die außerklinische Intensivpflege eine eigene Leistung der Krankenkasse nach § 37c SGB V. Voraussetzung ist eine Verordnung durch eine dafür qualifizierte Ärztin oder einen qualifizierten Arzt. Vor jeder Verordnung wird außerdem geprüft, ob eine Entwöhnung von der Beatmung oder eine Entfernung der Trachealkanüle möglich ist (Potenzialerhebung). Ist ein Pflegegrad vorhanden, können ergänzend Leistungen der Pflegekasse genutzt werden. Wie sich die Kosten in Ihrer Situation aufteilen und welche Zuzahlungen anfallen, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.

Kontakt

Sie können uns anrufen, eine E-Mail schreiben oder über das Formular eine Nachricht hinterlassen. Wir setzen uns dann schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung.

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